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Pflanzliche Arzneimittel: was die Evidenz sagt

Diese Seite bündelt alle Heilpflanzen, Pflanzenextrakte und traditionellen Kräuterrezepturen des Katalogs, insgesamt 335, unabhängig davon, in welcher Kategorie sie sonst stehen. Nur 2 erreichen eine starke Bewertung: Johanniskraut bei leichter bis mittelschwerer Depression und magensaftresistentes Pfefferminzöl beim Reizdarmsyndrom. Weitere 64 sind moderat, und die meisten davon sind bestimmte standardisierte Extrakte mit eigenen Studien, etwa Lavendelöl Silexan, Pelargonium EPs 7630, der Efeuextrakt EA 575, Sinupret und Iberogast. Die übrigen 269 sind begrenzt: traditionelle Mittel mit Labor- oder Tierdaten, kleinen Studien oder gar keinen. Nicht enthalten sind Pilze, Algen, Lebensmittel, Ballaststoffe, Speiseöle und einzelne Reinsubstanzen wie Berberin oder Quercetin.

Evidenz zuletzt geprüft: Oktober 2026

Starke Evidenz (2)

  • Johanniskraut ist das seltene pflanzliche Mittel mit wirklich starken Wirksamkeitsdaten — es wirkt bei leichter bis mittelschwerer Depression etwa so gut wie übliche Antidepressiva, bei besserer Verträglichkeit.

  • Eines der wenigen Präparate mit echter metaanalytischer Absicherung beim Reizdarmsyndrom – Pfefferminzöl schlägt Placebo bei den Gesamtbeschwerden und bei Bauchschmerzen, mit einer Number needed to treat um 4.

Moderate Evidenz (64)

  • Eine adaptogene Pflanze aus der ayurvedischen Medizin.

  • Der Wirkstoff der Kurkuma-Wurzel mit entzündungshemmender Wirkung.

  • Soja-Isoflavone verringern Hitzewallungen in den Wechseljahren real, aber in bescheidenem Ausmaß – etwa ein Fünftel bis ein Viertel weniger, gegenüber rund drei Vierteln unter einer Hormontherapie – und sie brauchen 8–12 Wochen, bis sie wirken.

  • Die am besten belegte Anwendung von Bockshornklee ist die Blutzuckereinstellung: Metaanalysen randomisierter Studien zeigen bedeutsame Senkungen von Nüchternglukose und HbA1c bei Typ-2-Diabetes und Prädiabetes.

  • Tongkat Ali ist die eine Testosteron-Booster-Pflanze mit einer positiven Metaanalyse im Rücken, auch wenn der Effekt bei älteren oder hypogonadalen Männern am deutlichsten ist und nicht bei gesunden jungen.

  • Nigella sativa hat eine überraschend konsistente metaanalytische Stützung für kleine Senkungen von Blutdruck, Nüchternblutzucker und LDL-Cholesterin.

  • Bescheidene, aber einigermaßen einheitliche Belege dafür, dass Ginseng das subjektive Erschöpfungsgefühl verringert; praktisch keine Belege für eine bessere körperliche Leistungsfähigkeit und keine überzeugenden Belege für die Kognition.

  • Eines der wenigen pflanzlichen Nootropika mit einem wiederholt gefundenen Signal: Etwa 12 Wochen standardisierter Extrakt beschleunigen die Aufmerksamkeit leicht und verbessern bei gesunden Erwachsenen das verzögerte Erinnern.

  • Standardisierter Kamillenextrakt hat für die Verringerung der Symptome einer generalisierten Angststörung über 8 Wochen echte, wiederholt bestätigte Belege aus randomisierten kontrollierten Studien — eine der am besten belegten beruhigenden Heilpflanzen.

  • Silexan, eine bestimmte Zubereitung von Lavendelöl zum Einnehmen, hat die beste klinische Datengrundlage aller beruhigenden Heilpflanzen — mehrere große placebokontrollierte randomisierte Studien zeigen eine bedeutsame Verringerung der Angst ohne Müdigkeit und ohne Abhängigkeit.

  • Ältere metaanalytische Daten zeigen, dass Kava Placebo bei Angst übertrifft, doch die größte und am besten durchgeführte moderne Studie fiel schlicht negativ aus — und die Substanz trägt ein echtes, von Behörden anerkanntes Signal für Lebertoxizität.

  • Andrographis paniculata ist bei akuten Atemwegsbeschwerden besser durch Studien gestützt als Echinacea — mit einheitlichen Verringerungen von Husten und Halsschmerzen über etwa 33 Studien hinweg —, doch die meisten Studien sind klein, kurz und mit einem einzigen firmeneigenen Kombinationspräparat durchgeführt.

  • Knoblauch senkt bei Menschen mit tatsächlichem Bluthochdruck zuverlässig den Blutdruck ein wenig — in einigen Studien etwa im Umfang eines niedrig dosierten Arzneimittels — und senkt das Cholesterin bescheiden.

  • Für Ingwer gibt es solide Belege bei Übelkeit — in der Schwangerschaft, nach Operationen und in geringerem Maße bei Reisekrankheit — und schwache, überzogen dargestellte Belege bei Gelenkschmerzen und Entzündungen.

  • Eine der besser belegten ayurvedischen Pflanzen: Zwei unabhängige Metaanalysen finden einheitliche Verbesserungen von Cholesterin, Nüchternblutzucker und CRP.

  • Standardisierter Weißdornextrakt verbessert als Zusatztherapie die Belastbarkeit und die Beschwerden bei chronischer Herzinsuffizienz geringfügig, doch die größte ausreichend große Studie fand keinen Überlebensvorteil.

  • Hibiskustee bewirkt in randomisierten Studien eine kleine, aber einigermaßen konsistente Blutdrucksenkung — etwa 4-7 mmHg systolisch.

  • Granatapfel bewirkt in gepoolten Studien durchgängig eine kleine Blutdrucksenkung von einigen mmHg.

  • Traubenkernextrakt bewirkt eine kleine, recht gut reproduzierbare Senkung des systolischen Blutdrucks und verbessert die Endothelfunktion.

  • Safran hat in randomisierten Studien bei leichter bis mittelschwerer Depression wiederholt Placebo übertroffen und mit Fluoxetin gleichgezogen, und die Effektgrößen sind groß genug, um misstrauisch zu machen.

  • Mucuna ist natürliches Levodopa und verhält sich wie das Arzneimittel: Zwei kontrollierte Studien bei Parkinson-Krankheit zeigen einen dem Standard-Levodopa vergleichbaren Nutzen für die Beweglichkeit bei schnellerem Wirkungseintritt.

  • Artischockenblätterextrakt senkt Gesamt- und LDL-Cholesterin geringfügig, aber reproduzierbar, und ist bei funktioneller Dyspepsie ordentlich durch Studien gestützt.

  • Oral eingenommenes Aloe-vera-Gel senkt Nüchternblutzucker und HbA1c bei Prädiabetes und unbehandeltem Typ-2-Diabetes geringfügig, aber recht durchgängig; die Studien sind allerdings klein und von geringer Qualität.

  • Senna ist ein wirklich wirksames stimulierendes Abführmittel – es löst zuverlässig innerhalb von 6-12 Stunden einen Stuhlgang aus und ist eine Option der ersten Wahl bei opioidbedingter Verstopfung.

  • Extrakte aus Boswellia-Harz verringern in placebokontrollierten Studien Schmerz und Steifigkeit bei Kniearthrose in bescheidenem Umfang, meist innerhalb von 4 Wochen.

  • Weidenrinde, standardisiert auf 240 mg Salicin pro Tag, übertrifft bei kurzfristigen Kreuzschmerzen wahrscheinlich Placebo; die am besten durchgeführten Studien bei Arthrose und rheumatoider Arthritis fielen jedoch negativ aus.

  • Pestwurzwurzelextrakt senkte in einer gut angelegten Studie mit 245 Patienten die Migränehäufigkeit bei 75 mg zweimal täglich um 48% gegenüber 26% unter Placebo und ist damit eines der besser belegten pflanzlichen Vorbeugungsmittel.

  • Vitex agnus-castus gehört zu den besser belegten Pflanzen bei prämenstruellem Syndrom und zyklusabhängigen Brustschmerzen, doch die meisten positiven Studien stammen aus wenigen, mit Herstellern verbundenen Forschungsgruppen; der tatsächliche Effekt dürfte daher kleiner sein, als die veröffentlichten Zahlen nahelegen.

  • Cranberry-Produkte verringern bei ansonsten gesunden Frauen und bei Kindern tatsächlich wiederkehrende Harnwegsinfekte – um etwa 30% relativ –, bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen im hohen Alter oder bei Menschen mit Blasenentleerungsstörungen bewirken sie jedoch nichts, und eine bestehende Infektion behandeln sie nicht.

  • Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) ist das am besten belegte Kraut dieser Gruppe: Mehrere kleine randomisierte Studien zeigen bescheidene Verbesserungen von Blutfetten und Blutzucker, wahrscheinlich über eine Aktivierung der AMPK.

  • Die Wurzel der Weißen Pfingstrose (Paeonia lactiflora) ist unter den Heilpflanzen ungewöhnlich: Ihr standardisierter Extrakt, die Gesamtglykoside der Päonie (TGP), ist in China ein zugelassenes verschreibungspflichtiges Immunmodulans mit einer echten Studienbasis bei rheumatoider Arthritis und anderen Autoimmunerkrankungen.

  • Die ganze Süßholzwurzel mit ihrem Glycyrrhizin erhöht zuverlässig den Blutdruck und senkt das Kalium – das ist die am besten belegte Wirkung dieser Pflanze, und sie ist ein Schaden, kein Nutzen.

  • Maulbeerblattextrakt enthält 1-Desoxynojirimycin (DNJ), einen echten Alpha-Glucosidase-Hemmer, der in kontrollierten Studien die Blutzuckerspitzen nach dem Essen abflacht.

  • Salacia ist ein Alpha-Glucosidase-Hemmer aus der traditionellen südasiatischen Medizin mit einem echten, reproduzierbaren Effekt auf den Blutzucker nach dem Essen und einem kleinen HbA1c-Vorteil in randomisierten Studien: etwa 0,25-0,5% Senkung, vergleichbar mit einem schwachen Acarbose.

  • Das gereinigte oligomere Proanthocyanidin aus dem Milchsaft von Croton lechleri ist Crofelemer, ein von der FDA zugelassenes verschreibungspflichtiges Durchfallmittel, das bei einer eng begrenzten Indikation wirklich wirksam ist.

  • Salbei-Extrakt hat einen echten cholinergen Mechanismus und mehrere kleine Studien am Menschen, die akute Verbesserungen von Aufmerksamkeit und Gedächtnis zeigen, dazu eine positive viermonatige Studie bei Alzheimer-Krankheit, die nie bestätigt wurde.

  • Efeublatt-Trockenextrakt ist eines der wenigen pflanzlichen Hustenmittel mit echten placebokontrollierten Studiendaten und beschleunigt die Genesung von akutem Husten geringfügig: Aus etwa drei Krankheitstagen werden ungefähr zwei.

  • Wurzelextrakt aus Pelargonium sidoides (EPs 7630, verkauft als Umcka) ist eines der besser belegten Mittel bei Erkältung und Bronchitis; eine Cochrane-Übersichtsarbeit kam zu dem Schluss, dass er die Beschwerden wahrscheinlich verkürzt.

  • Studien mit Berberitze bei Typ-2-Diabetes zeigen echte, aber bescheidene Verbesserungen von Blutzucker und Blutfetten — der HbA1c sinkt um etwa 0,3%, das LDL um rund 17 mg/dl.

  • Wurzelextrakt aus Ruscus aculeatus ist ein echtes Venenmittel mit ordentlicher Evidenz für die Linderung von Schweregefühl, Schmerz und Schwellung der Beine bei chronischer Venenschwäche.

  • Standardisierter Rosskastaniensamenextrakt (nach seinem Aescingehalt dosiert) gehört zu den besser belegten Mitteln zum Einnehmen bei chronischer Venenschwäche; Cochrane fand durchgängige Verringerungen von Beinschmerz und Beinvolumen.

  • Cascara sagrada ist ein echtes stimulierendes Abführmittel — die Anthrachinon-Cascaroside lösen zuverlässig innerhalb von 6–12 Stunden einen Stuhlgang aus.

  • Rindenextrakt des afrikanischen Pflaumenbaums, eines der besser untersuchten Prostatakräuter: In gepoolten Studien berichten Männer etwa doppelt so häufig über eine Besserung der Beschwerden, bei rund 19% weniger nächtlichem Wasserlassen und rund 23% höherem maximalem Harnfluss.

  • Ein aromatisches südamerikanisches Kraut (Aloysia citrodora), reich an Verbascosid.

  • Thymian ist das am besten untersuchte Hustenkraut in Europa, mit mehreren placebokontrollierten Studien bei akuter Bronchitis.

  • Eines der wenigen Mittel zur Erkältungsvorbeugung, hinter dem tatsächlich randomisierte Studien stehen.

  • Papayablattextrakt hebt bei Dengue-Fieber die Thrombozytenzahlen in mehreren randomisierten Studien schneller an als Placebo.

  • Eine feste Neun-Kräuter-Flüssigkeit rund um Bittere Schleifenblume, Pfefferminze und Kamille, eingesetzt bei funktioneller Dyspepsie.

  • Wird fast immer zusammen mit Pfefferminzöl verkauft und untersucht.

  • Der übliche Supermarktzimt, standardisiert für den Blutzucker verkauft.

  • Der scharfe Stoff in Chilischoten, der den Energieverbrauch messbar erhöht und die Nahrungsaufnahme leicht senkt.

  • Das gewöhnliche Küchengewürz, konzentriert.

  • Standardisiertes Pulver aus der Frucht von Rosa canina, eine der besser untersuchten pflanzlichen Optionen bei Arthrose.

  • Für die Wurzel, nicht für das Blatt, gibt es mehrere randomisierte Studien bei Prostatabeschwerden.

  • Ein standardisierter Extrakt aus der Wurzel des Rhapontikrhabarbers mit mehreren placebokontrollierten Studien, die weniger Hitzewallungen und niedrigere Beschwerdescores in den Wechseljahren zeigen.

  • Eine japanische Kampo-Rezeptur aus sieben Kräutern, die in der Demenzversorgung bei Unruhe, Wahnvorstellungen und Halluzinationen eingesetzt wird.

  • Eine japanische Kampo-Rezeptur aus acht Kräutern, in Japan häufig bei funktioneller Dyspepsie verordnet.

  • Zu gereinigtem 1,8-Cineol (Eucalyptol) in magensaftresistenten Kapseln gibt es mehrere placebokontrollierte Studien bei Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Asthma und COPD.

  • Säfte auf Basis von Efeublättern, Thymian und Honig.

  • Getrocknetes Pulver aus Okraschoten oder -samen, dessen zähflüssiger Schleim die Kohlenhydrataufnahme verlangsamt.

  • Extrakt aus rotem Weinlaub, standardisiert als AS 195, eingenommen bei schweren, schmerzenden, geschwollenen Beinen.

  • Ein thailändisches Rhizom mit hohem Gehalt an Methoxyflavonen, verkauft für Durchhaltevermögen und Fettabbau.

  • Sinupret ist ein fixer Extrakt aus fünf Heilpflanzen (Enzianwurzel, Schlüsselblumenblüten, Sauerampferkraut, Holunderblüten und Eisenkraut) und eines der wenigen Mittel gegen Nasennebenhöhlenentzündung, die in großen placebokontrollierten Studien geprüft wurden.

  • Myrtol ist ein destilliertes Gemisch ätherischer Öle, vor allem aus Eukalyptus, Süßorange, Myrte und Zitrone, das in Europa als GeloMyrtol verkauft wird.

Begrenzte Evidenz (269)

  • Ein Verkaufsschlager zur Unterstützung des Immunsystems.

  • Tribulus ist einer der beliebtesten Testosteron-Booster und einer der am schlechtesten belegten: Kontrollierte Studien an gesunden Männern zeigen durchgängig keinen Anstieg von Testosteron, Kraft oder Magermasse.

  • Rhodiola gehört zu den besser untersuchten Adaptogenen, doch das ist ein niedriger Maßstab: Die Studien zur Erschöpfung sind klein und überwiegend stark verzerrungsanfällig, und die eine methodisch strenge Studie zur Depression fand keinen Vorteil gegenüber Placebo.

  • Wird als Adaptogen für Ausdauer und Stressresistenz verkauft, doch die beste kontrollierte Studie fand bei chronischer Erschöpfung insgesamt keinen Nutzen.

  • Beliebt für Libido und "Hormonbalance", doch jede systematische Übersichtsarbeit kommt zum selben Urteil: eine Handvoll kleiner Studien, größtenteils aus denselben Forschungsgruppen, zu schwach, um irgendetwas zu schließen.

  • Kleine Studien berichten durchweg über Vorteile bei Stress und Blutzucker, doch gerade diese Einheitlichkeit ist ein Warnsignal: Buchstäblich jede veröffentlichte Studie am Menschen fällt günstig aus, die meisten sind klein, kurz und mit der Industrie verbunden, und keine ist groß oder unabhängig wiederholt worden.

  • Ein Adaptogen mit umfangreicher Literatur aus der Sowjetzeit und fast keinen modernen kontrollierten Belegen.

  • Die Behauptungen vom "Gehirntonikum" überstehen die Metaanalyse nicht: Sie fand in keinem kognitiven Bereich einen Nutzen.

  • Die größte und längste jemals zu Ginkgo durchgeführte Studie ergab, dass es nichts bewirkt: Über im Median 6,1 Jahre verlangsamte EGb 761 bei 3069 älteren Erwachsenen den kognitiven Abbau kein bisschen.

  • Kleine Studien deuten darauf hin, dass Zitronenmelisse die selbst empfundene Ruhe kurzfristig steigert und Angst- und Depressionswerte senken könnte, doch die zusammengefassten Belege stützen sich auf wenige winzige und sehr unterschiedliche Studien.

  • Wirklich interessante Pharmakologie — die Alkaloide von Kanna hemmen die Serotonin-Wiederaufnahme und PDE4 —, doch die gesamte Datenlage am Menschen besteht aus drei winzigen Studien mit insgesamt weniger als 80 Personen.

  • Studien mit Einzeldosen zeigen kleine Verbesserungen der Denkgeschwindigkeit, doch die einzige zwölfwöchige Studie fand überhaupt nichts.

  • Baldrian ist das am besten untersuchte pflanzliche Schlafmittel und hat Placebo bei objektiven Schlafmessungen dennoch nicht eindeutig übertroffen.

  • Zu Passiflora incarnata gibt es eine Handvoll kleiner Studien, die auf eine leichte Beruhigung und einen bescheidenen subjektiven Schlafnutzen hindeuten, aber kaum etwas in dem Umfang oder der Qualität, die nötig wären, um sie wirksam zu nennen.

  • Hopfen steckt in fast jeder pflanzlichen Schlafrezeptur, fast immer neben Baldrian, und die Datenlage am Menschen für Hopfen allein besteht aus ein paar winzigen Pilotstudien.

  • Die Wirkstoffe der Magnolienrinde, Honokiol und Magnolol, haben im Tierversuch wirklich interessante Wirkungen am GABA-A-Rezeptor, doch die Datenlage am Menschen besteht aus ein paar winzigen, von der Industrie finanzierten Pilotstudien zu einer Mischung aus Magnolie und Korkbaum.

  • Das am besten untersuchte Erkältungsmittel im Regal der Nahrungsergänzungsmittel und dennoch ein ungeklärter Fall: Die Cochrane-Übersichtsarbeit von 24 Studien fand keinen verlässlichen Behandlungseffekt und nur ein kleines, statistisch brüchiges Signal für die Vorbeugung.

  • Nahezu die gesamte klinische Literatur zu Astragalus stammt aus chinesischen Studien zu injizierbaren Abkochungen, die zusätzlich zu herkömmlichen Arzneimitteln gegeben wurden, und nicht von den im Westen verkauften Kapseln zum Einnehmen.

  • Olivenblattextrakt zeigt in einer dünnen Reihe überwiegend kurzer Studien kleine, uneinheitliche Verbesserungen von Blutdruck und Blutfetten — weit entfernt von den antiviralen und immunbezogenen Behauptungen der Werbung.

  • Oreganoöl ist in der Petrischale ein wirklich starkes antimikrobielles Mittel und am Menschen fast ungeprüft — eine offene Untersuchung an 14 Personen zu Parasiten ist der am häufigsten zitierte klinische Beleg, den es gibt.

  • Für keine der Infektionen, gegen die Goldenseal verkauft wird, gibt es glaubwürdige klinische Belege, und es ist einer der stärksten jemals am Menschen gemessenen pflanzlichen CYP3A4-Hemmer — seine am besten dokumentierte biologische Wirkung ist also eine Arzneimittelwechselwirkung und kein Nutzen.

  • Zwei kleine randomisierte Studien aus den frühen 2000er-Jahren fanden eine bescheidene Schmerzlinderung bei Kniearthrose und rheumatoider Arthritis, und in den zwei Jahrzehnten seither hat sie praktisch nichts bestätigt.

  • Ein wirklich nährstoffreiches Blatt, dessen Behauptungen als Nahrungsergänzungsmittel nicht standhalten: Eine nach GRADE bewertete Metaanalyse von 2025 fand keinen einheitlichen Nutzen für Herz und Stoffwechsel und stufte die Vertrauenswürdigkeit der Belege für jede einzelne Zielgröße als sehr gering ein.

  • Bergamotte-Polyphenole zeigen vielversprechende Senkungen von Cholesterin und Blutzucker, doch nahezu alle positiven Daten stammen aus einer kleinen Gruppe von Studien überlappender Arbeitsgruppen in einer einzigen Region.

  • Olivenpolyphenole schützen das LDL nachweislich vor Oxidation — die eine Aussage mit behördlicher Rückendeckung.

  • Zimt bewirkt bei Typ-2-Diabetes kleine Senkungen der Nüchternglukose, doch die Wirkung auf den HbA1c — die Größe, auf die es tatsächlich ankommt — fällt zwischen den Metaanalysen uneinheitlich aus.

  • Die zuverlässigste Wirkung von Gymnema ist eine kuriose: Seine Gymnemasäuren schalten vorübergehend die Fähigkeit ab, Süßes zu schmecken.

  • Ein Cochrane-Review fand für Bittermelone gegenüber Placebo keinen signifikanten blutzuckersenkenden Nutzen, und auch keinen gegenüber Metformin oder Glibenclamid.

  • Weiße-Bohnen-Extrakt hemmt tatsächlich die stärkespaltende Amylase, doch die Gewichtswirkung beim Menschen ist klein und die Studienbasis schwach: Eine frühe Metaanalyse fand gegenüber Placebo keinen signifikanten Gewichtsunterschied, eine neuere etwa 1,6 kg — aus kurzen, überwiegend kleinen Studien.

  • Grüner-Kaffee-Extrakt wurde zum Verkaufsschlager auf der Grundlage einer später zurückgezogenen Studie und einer Werbekampagne, die behördliche Maßnahmen nach sich zog.

  • Die am besten angelegte Studie zu Garcinia cambogia — eine randomisierte Studie an 135 Personen, veröffentlicht im JAMA — fand weder Gewichts- noch Fettabnahme über Placebo hinaus.

  • Guarana wirkt, aber mit großer Wahrscheinlichkeit deshalb, weil es ein Koffeinträger mit dem 2- bis 4-Fachen des Koffeingehalts von Kaffeebohnen je Gewicht ist.

  • Ein koffeinhaltiger, polyphenolreicher Tee mit geringen, uneinheitlichen Wirkungen auf die Blutfette und ohne überzeugende Daten zur Gewichtsabnahme.

  • Anthocyanreiche Heidelbeerzubereitungen zeigen kleine, uneinheitliche kognitive Vorteile, überwiegend bei älteren Erwachsenen, die bereits einen gewissen Abbau haben.

  • Die Kaffeekirsche rund um die Bohne ist polyphenolreich und hat eine kleine Zahl überwiegend vom Hersteller finanzierter Studien mit geringen, uneinheitlichen kognitiven Wirkungen.

  • Bei deglycyrrhizinierter Süßholzwurzel ist die blutdrucksteigernde Substanz entfernt, was sie deutlich sicherer macht als ganze Süßholzwurzel – die Wirksamkeitsbelege stammen jedoch überwiegend aus kleinen Studien der 1970er- und 1980er-Jahre, die durch die Säurehemmung weitgehend überholt sind, ergänzt um eine Handvoll neuerer Studien zu einem anderen, auf Flavonoide standardisierten Extrakt.

  • Trotz jahrzehntelanger Anwendung als „Leberschutz“ ist die Mariendistel in ihren am besten angelegten Studien wiederholt gescheitert: Eine Cochrane-Übersichtsarbeit fand bei alkoholbedingten und virusbedingten Lebererkrankungen keinen Nutzen für Sterblichkeit oder Gewebebefund, und zwei sorgfältig durchgeführte NASH-Studien verfehlten ihre primären Endpunkte.

  • Triphala, die klassische ayurvedische Mischung aus Amalaki, Bibhitaki und Haritaki, hat ihre besten (wenn auch weiterhin qualitativ schwachen) Belege als Mundspülung bei Zahnbelag und Zahnfleischentzündung, wo sie etwa so abschneidet wie Chlorhexidin.

  • Fenchel hat in kleinen randomisierten Studien wiederholt Regelschmerzen verringert – Metaanalysen finden ihn Placebo überlegen und etwa auf dem Niveau von Mefenaminsäure –, doch nahezu jede Studie ist klein, kurz und auf eine Region beschränkt, die Aussagesicherheit bleibt daher gering.

  • Die Teufelskralle zeigt bei 50-100 mg Harpagosid pro Tag ein reales, aber kleines und wenig gesichertes Signal bei kurzfristigen Rückenschmerzen im unteren Rücken.

  • Extrakt aus Polypodium leucotomos erhöht die UV-Dosis, die zur Hautrötung nötig ist, und verringert womöglich Schübe von Lichtdermatosen; die Studien sind jedoch klein und kurz, und der Schutz ist schwach – er entspricht einem sehr niedrigen Lichtschutzfaktor.

  • Mutterkraut ist ein seit Langem beliebtes Mittel zur Migränevorbeugung, dessen beste Studie einen Unterschied von lediglich 0,6 Anfällen pro Monat gegenüber Placebo ergab und dessen ältere positive Untersuchungen sehr klein waren.

  • Brennnesselwurzel bewirkte in ihrer größten Studie eine statistisch signifikante, klinisch aber belanglose Verbesserung der Prostatabeschwerden, ohne Veränderung von Harnstrahl oder Restharnmenge.

  • Schachtelhalm hat eine echte, messbare harntreibende Wirkung – eine kleine Crossover-Studie fand, dass 900 mg/Tag Hydrochlorothiazid 25 mg entsprachen –, doch das ist im Grunde die gesamte Datenlage am Menschen.

  • Trotz jahrzehntelanger Anwendung bei Hitzewallungen zeigen die zusammengefassten randomisierten Daten nicht, dass die Traubensilberkerze Placebo übertrifft.

  • Rotklee-Isoflavone verringern Hitzewallungen bestenfalls geringfügig – in zusammengefassten Studien um etwa ein bis zwei Wallungen pro Tag mehr als Placebo –, was Fachleute als klinisch kaum bedeutsam infrage gestellt haben.

  • Shatavari (Asparagus racemosus) ist ein fester Bestandteil ayurvedischer Frauentonika mit einer sehr dünnen modernen Studienlage – einige wenige kleine randomisierte Untersuchungen zu Muskelkraft und Milchbildung und praktisch nichts Belastbares für Wechseljahre oder Fruchtbarkeit.

  • Die Wilde Yamswurzel wird als „natürliche Progesteron“-Alternative verkauft, und diese Annahme ist schlicht falsch: Der menschliche Körper kann das enthaltene Diosgenin nicht in Progesteron oder DHEA umwandeln.

  • Die Bärentraube (Uva-ursi) wurde im direkten Vergleich als antibiotikasparende Behandlung des unkomplizierten Harnwegsinfekts geprüft und verlor – mit einem schlechteren Abklingen der Beschwerden und mehr Fällen von Nierenbeckenentzündung im Pflanzenarm.

  • Die Sägepalme ist das am besten untersuchte Prostatapräparat, und die Studien fallen durchgängig negativ aus: 32 randomisierte Studien mit über 5600 Männern zeigen, dass sie bei Harnwegsbeschwerden nicht besser abschneidet als Placebo, selbst bei doppelter und dreifacher Standarddosis.

  • Die einzige große, einjährige, placebokontrollierte Studie zu Kürbiskernen bei gutartiger Prostatavergrößerung verfehlte ihren primären Endpunkt.

  • Für Horny Goat Weed (Epimedium) gibt es bei Erektionsstörungen keine glaubwürdigen Humanstudien – die gesamte Annahme beruht auf einer PDE5-Hemmung durch Icariin im Reagenzglas, die um Größenordnungen schwächer ist als die von Sildenafil.

  • Auf Isoflavone standardisierter Kudzu-Extrakt hat in kleinen Studien wiederholt die Trinkmenge von Personen mit hohem Alkoholkonsum gesenkt - fast alle davon stammen jedoch von einer einzigen Forschungsgruppe.

  • Ein standardisierter Selleriesamenextrakt senkte den Blutdruck in einer kleinen Crossover-Studie deutlich, doch praktisch alle Daten am Menschen stammen von einer einzigen Forschungsgruppe.

  • Nahezu alle Daten am Menschen zu Cissus stammen aus einer kleinen Gruppe von Studien, die firmeneigene Mehrstoffpräparate prüften; die auffälligen Abnehmzahlen lassen sich daher nicht Cissus selbst zuschreiben.

  • Der Ruf von Forskolin als Fatburner beruht auf zwei kleinen 12-wöchigen Studien aus dem Jahr 2005 - und in keiner von beiden kam es tatsächlich zu einer Gewichtsabnahme.

  • Die Bitterorange (Citrus aurantium) und ihr Alkaloid p-Synephrin wurden nach dem Ephedra-Verbot zum Fatburner-Inhaltsstoff, doch eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse fand praktisch keine nennenswerte Wirkung auf das Gewicht, bestätigte aber eine messbare Wirkung auf Herz und Kreislauf.

  • Hoodia war der Appetitzügler der 2000er-Jahre, gestützt auf eine eingängige Geschichte über die San und fast keine klinischen Daten.

  • Dong Quai (Angelica sinensis) wird als „weiblicher Ginseng“ gegen Hitzewallungen und Menstruationsbeschwerden vermarktet, doch die eine gut geplante placebokontrollierte Studie zu Dong Quai allein fand keinen Unterschied zu Placebo.

  • Rehmannia glutinosa ist in der chinesischen Medizin ein grundlegendes Kraut für das „Nieren-Yin“ und wird fast nie allein untersucht – die Evidenz am Menschen betrifft Mehrkräuterrezepturen wie Rehmannia-6 (Liu Wei Di Huang Wan), bei denen die Ergebnisse bescheiden sind und der Beitrag des einzelnen Krauts unbekannt ist.

  • He Shou Wu (Polygonum bzw.

  • Codonopsis pilosula (Dang Shen) wird in der chinesischen Medizin als sanfterer, günstigerer Ersatz für Ginseng verwendet, und praktisch die gesamte Evidenz am Menschen stammt aus Mehrkräuterrezepturen statt aus dem Kraut allein.

  • Panax notoginseng (San Qi, Tienchi) ist eine eigene Art, die sich vom asiatischen Ginseng im Saponinprofil unterscheidet und tatsächlich anders verwendet wird: In China wird sie als injizierbares Schlaganfallmedikament (Xuesaitong) gegeben, mit einer großen, aber qualitativ schwachen Studienbasis.

  • Cistanche ("Wüstenginseng") wird stark für Testosteron und Libido beworben, doch die tatsächlichen Studien am Menschen untersuchten die Beweglichkeit älterer Erwachsener und die Kognition in Kombination mit Ginkgo und fanden geringe Effekte.

  • Die Rinde von Eucommia ulmoides (Du Zhong) hat eine einzige kleine klinische Studie, die eine geringe Blutdrucksenkung zeigt, und praktisch nichts weiter am Menschen.

  • Goji-Beeren sind ein tatsächlich nährstoffreiches Lebensmittel mit ungewöhnlich hohem Zeaxanthingehalt, und kleine Studien zeigen, dass sie die Dichte des Makulapigments erhöhen.

  • Guduchi (Giloy) ist ein ayurvedischer "Immun-Booster", dessen Datenlage am Menschen dünn ist und dessen Hauptbekanntheit in der modernen Literatur auf einer Welle von Fällen arzneimittelinduzierter, autoimmunähnlicher Hepatitis während der COVID-19-Pandemie beruht.

  • Arjuna-Rinde ist das klassische ayurvedische Herzmittel und wird gut vertragen, doch die bislang am besten geplante Studie verfehlte bei Herzinsuffizienz ihren primären Endpunkt.

  • Neem hat eine echte antimikrobielle Wirkung, und die besten Daten am Menschen betreffen Neem-Mundspülungen bei Zahnfleischentzündung, wo kleine Studien sie etwa auf eine Stufe mit Chlorhexidin stellen.

  • Guggul ist das Lehrbuchbeispiel einer Pflanze, die in frühen indischen Studien gut aussah und dann im Westen scheiterte: Eine im JAMA veröffentlichte randomisierte kontrollierte Studie fand, dass Guggulipid das LDL-Cholesterin erhöhte statt es zu senken.

  • Ashitaba ist eine japanische Pflanze, deren gelbe Saft-Chalkone (4-Hydroxyderricin, Xanthoangelol) eine einzige kleine positive randomisierte Studie zum viszeralen Fett vorweisen.

  • Auf Corosolsäure standardisiertes Banaba-Blatt senkt in kleinen Studien am Menschen kurzfristig den Blutzucker, doch die Studien sind winzig, meist von der Industrie durchgeführt und Jahrzehnte alt, ohne Belege auf HbA1c-Ebene.

  • Sarsaparille ist eine Wurzel, die als "Blutreiniger" und Testosteron-Booster verkauft wird, mit praktisch null kontrollierter Evidenz am Menschen für beides.

  • Giftlattich ("Lattichopium") wird als natürliche Opioid-Alternative vermarktet, was er nicht ist: Seine Lactone wirken bei Mäusen in hohen Dosen beruhigend und haben keine Affinität zu Opioidrezeptoren.

  • Boldo ist ein chilenisches Blatt, das als Verdauungs- und "Leber"-Tee verwendet wird, ohne kontrollierte Wirksamkeitsstudien am Menschen und mit dokumentierten Fällen von Lebertoxizität, also dem Gegenteil dessen, wofür es verkauft wird.

  • Enzianwurzel ist der Inbegriff eines Bittermittels, eine der am intensivsten bitter schmeckenden Substanzen im Lebensmittelbereich, und sie regt zuverlässig die Speichel- und Magensaftbildung an.

  • Bittertinkturen aus Enzian, Wermut, Löwenzahn, Artischocke und Engelwurz in Alkohol beruhen auf einem echten Mechanismus: Bitterrezeptoren in Mund und Darm beeinflussen die Verdauungssekretion und Darmhormone.

  • Eine brasilianische Rinde (Erythrina mulungu/verna), die als natürliches Angstlösungs- und Schlafmittel verkauft wird; die einzigen beiden Studien am Menschen betreffen jedoch zahnchirurgische Patientinnen und Patienten, und die größere, besser geplante fand keinen Vorteil gegenüber Placebo.

  • Brasiliens bekannteste Magenpflanze (Monteverdia/Maytenus ilicifolia) hat eine moderne randomisierte Studie, die sie bei Reflux-Verdauungsbeschwerden als Omeprazol nicht unterlegen zeigt, doch diese Studie hatte keinen Placebo-Arm, und die Verfälschung von Handelsprodukten ist gut dokumentiert.

  • Ein bitteres brasilianisches Kraut (Baccharis trimera), das zur Leberentgiftung, für den Blutzucker und zum Abnehmen verkauft wird, ohne eine einzige randomisierte Studie am Menschen hinter irgendeiner dieser Aussagen.

  • Als "pflanzliches Insulin" vermarktet, hat Bauhinia forficata eine eindeutig negative Studie zum traditionellen Tee und eine positive Studie zu einem standardisierten Extrakt mit 300 mg.

  • Brasiliens berühmteste Aphrodisiakum-Rinde hat keine kontrollierte Studie zu Catuaba allein bei der Sexualfunktion: Die einzigen Daten am Menschen stammen von Catuama, einer Vierkräuter-Kombination, und betreffen das Burning-Mouth-Syndrom und die grundlegende Sicherheit.

  • Das "Potenzholz" des Amazonas hat brauchbare Daten zu Gedächtnis und Stimmung bei Nagern sowie eine unauffällige 28-tägige Verträglichkeitsbilanz als Teil eines Kombinationspräparats, aber nicht eine einzige kontrollierte Studie am Menschen zu Muira Puama allein für Libido, Erektion oder Kognition.

  • Ein mexikanischer Strauch, der allein aufgrund der Tradition für die weibliche Libido verkauft wird: Keine kontrollierte Studie hat Damiana je auf die Sexualfunktion geprüft.

  • Wird als "russisches Geheimnis" mit anaboler Wirkung verkauft, weil es Ecdysteroide enthält, doch eine typische Kapsel mit 500 mg liefert davon nur wenige Milligramm, weit unter den Dosen der einen Ecdysteron-Studie am Menschen.

  • Auf Basis von Zellkulturdaten massiv als natürliche Krebsbehandlung vermarktet, wurde Graviola nie in einer Studie am Menschen gegen Krebs geprüft, und seine Leitsubstanzen sind der Hauptverdächtige bei einer Häufung von atypischem Parkinsonismus auf Guadeloupe.

  • Noni-Saft gehört zu den am aggressivsten als Allheilmittel beworbenen Nahrungsergänzungsmitteln und zu den am schlechtesten belegten: Nach Jahrzehnten im Verkauf gibt es noch immer keine ausreichend große Studie, die einen Nutzen bei irgendeiner Erkrankung zeigt, und es existiert ein dokumentiertes Signal für unvorhersehbare Leberschädigungen.

  • Die Xanthone aus der Mangostanschale sind pharmakologisch interessant, und Mangostan-Gel hat als örtliche Parodontitisbehandlung brauchbare Daten.

  • Die berühmte Geschichte, wonach RAF-Piloten Heidelbeermarmelade aßen, um im Dunkeln zu sehen, ist ein Kriegsmythos, und kontrollierte Studien fanden wiederholt keinen Nutzen für das Nachtsehen.

  • Grüntee-Extrakt ist der mit Abstand häufigste Bestandteil von "Fatburner"-Rezepturen, und die Cochrane-Übersichtsarbeit fand, dass er praktisch keine Gewichtsabnahme bewirkt: ein zusammengefasster Unterschied von 0,04 kg.

  • Der Schleim der Eibischwurzel bildet einen beruhigenden Film über einem gereizten Hals, was ein plausibler Mechanismus ist, aber nie in einer ordentlichen randomisierten Studie gegen Placebo geprüft wurde.

  • Die Königskerze ist eine traditionelle Atemwegspflanze, die als orales Nahrungsergänzungsmittel praktisch nie in einer kontrollierten Studie am Menschen geprüft wurde.

  • Rosmarin ist ein ausgezeichnetes Antioxidans für Lebensmittel mit einer berühmten, aber dünnen Literatur zur Kognition: Die eine kontrollierte Studie mit mehreren Dosen fand, dass 750 mg Rosmarinpulver das Gedächtnistempo leicht verbesserten, während 6000 mg es verschlechterten.

  • Standardisierter Grüne-Minze-Extrakt (der rosmarinsäurereiche Rohstoff Neumentix) hat in einer Handvoll Studien kleine, statistisch signifikante Verbesserungen der Aufmerksamkeit erzielt, alle finanziert vom Hersteller des Rohstoffs.

  • Weißer Andorn ist ein traditionelles Hustenbonbon und Bittertonikum, dessen zwei überprüfbare Aussagen beide gescheitert sind: Die FDA strich ihn mangels Belegen von der Liste zugelassener rezeptfreier Auswurfmittel, und die eine randomisierte Diabetesstudie fand, dass er den Blutzucker um 0,64% senkte.

  • Für die Alantwurzel gibt es zu keinem Anwendungsgebiet randomisierte Studien am Menschen.

  • Nelkenöl ist dank seines Eugenolgehalts ein ernstzunehmendes örtliches Schmerzmittel für die Zähne, und damit beginnt und endet seine Evidenz.

  • Myrrhe hat eine vertretbare Nische als örtlich angewendete antiseptische Mundspülung und praktisch sonst nichts: Als ein Myrrhe-Arzneimittel ein einziges Mal im direkten Vergleich als Mittel gegen Parasiten geprüft wurde, versagte es deutlich.

  • Mahonien-Creme hat bescheidene randomisierte Evidenz bei leichter bis mittelschwerer Plaque-Psoriasis: Sie schlägt Placebo, unterliegt aber den verschreibungspflichtigen Standardmitteln zur äußerlichen Anwendung.

  • Das Chinesische Helmkraut (Scutellaria baicalensis) hat eine einwöchige Studie zur Kniearthrose mit einer firmeneigenen Mischung vorzuweisen — und eine dokumentierte Vorgeschichte von Leberschäden, als sein Baicalin als medizinisches Lebensmittel Flavocoxid verkauft wurde.

  • Ein mildes traditionelles Beruhigungsmittel, dessen einzige brauchbare Studie am Menschen es innerhalb einer Dreierkombination geprüft hat, wo es Placebo um weniger als 2 Punkte auf einer 56-Punkte-Angstskala übertraf.

  • Die Evidenz zum Schlaf gehört zum Jujubensamen (Suan Zao Ren) innerhalb chinesischer Mehrkräuterrezepturen, nicht zur süßen Jujubenfrucht, die die meisten Nahrungsergänzungen verkaufen.

  • Eine bittere, inulinreiche Wurzel, die für die „Entgiftung“ der Leber und gegen Wassereinlagerungen verkauft wird — mit praktisch keinen stützenden Studien am Menschen: Die einzige klinische Untersuchung zur harntreibenden Wirkung verwendete das Blatt, nicht die Wurzel, an 17 Personen und ohne Kontrollgruppe.

  • Eine kleine iranische Studie fand, dass Tee aus Klettenwurzel bei Kniearthrose Entzündungs- und Oxidationsmarker senkte, berichtete aber nie über Schmerz oder Funktion.

  • Der „Steinbrecher“ bricht keine Steine.

  • Von hier stammt nahezu das gesamte handelsübliche Resveratrol, weshalb die Aussagen zur Langlebigkeit die wenig überzeugende Bilanz von Resveratrol beim Menschen erben.

  • Artemisinin-Abkömmlinge gehören zu den großen Arzneimitteln der modernen Medizin — gegen Malaria, als verschreibungspflichtige Arzneimittel gegeben.

  • Eine polyphenolreiche mediterrane Zistrose mit einer placebokontrollierten Erkältungsstudie aus dem Jahr 2009, die nie wiederholt wurde, dazu Daten aus der Zellkultur zur antiviralen Wirkung, die zu Aussagen über das gesamte Immunsystem überdehnt werden.

  • Eine sibirische Ecdysteronquelle mit einer sowjetischen sportwissenschaftlichen Legende im Rücken und fast keinen modernen Daten am Menschen.

  • Pycnogenol ist ein patentierter Extrakt aus der Rinde der französischen Meereskiefer mit Dutzenden kleiner Studien, dünn verteilt über ein Dutzend nicht zusammenhängender Erkrankungen.

  • Nopal (Opuntia ficus-indica) ist ein wirklich nährstoffreiches Lebensmittel, dessen lösliche Ballaststoffe Nahrungsfett in bescheidenem Umfang binden und den Blutzuckeranstieg abmildern; Extrakte in Ergänzungsdosen erzielen jedoch kleine und uneinheitliche Wirkungen.

  • Eine traditionelle nordamerikanische Rinde mit reizlindernder Wirkung, deren Schleimstoffe gereizte Schleimhaut plausibel überziehen und beruhigen, die aber praktisch nie für sich allein in einer kontrollierten Studie am Menschen geprüft wurde.

  • Ein Harz des Mastixstrauchs von Chios mit einer wirklich ordentlichen randomisierten Studie bei funktioneller Dyspepsie und einem schwachen, stark überzeichneten Signal gegen H.

  • Corydalis yanhusuo ist eine wirklich interessante schmerzlindernde Pflanze: Ihre Alkaloide wirken auf Dopaminrezeptoren und bewirken in Tiermodellen eine echte Schmerzlinderung ohne die bei Opioiden übliche Toleranzentwicklung.

  • Eine traditionelle europäische Heilpflanze (Euphrasia), benannt nach ihrer volkstümlichen Verwendung bei Augenbeschwerden.

  • Ein überlieferter Tee zur Geburtsvorbereitung, der in der Spätschwangerschaft getrunken wird; doch die einzige ordentliche randomisierte Studie fand keine Verkürzung der Eröffnungsphase der Geburt und nur einen Effekt von etwa 10 Minuten auf die Austreibungsphase.

  • Ein Bitterkraut, das vor allem als milchbildendes Mittel ("Galaktagogum") in der Stillzeit verkauft wird, fast immer in Kombination mit Bockshornklee – und das nie allein in einer kontrollierten Studie am Menschen geprüft wurde.

  • Ein westafrikanischer Strauch, der auf Grundlage einer einzigen Rattenstudie aus dem Jahr 2005 zum Trend als Testosteron-Booster wurde – bei null Studien am Menschen jeglicher Art.

  • Ein altes "Blutreinigungsmittel" und Grünkraft-Tablettenprodukt, dessen einzige ernst zu nehmende Datenlage am Menschen – eine LDL-Senkung – aus dem Verzehr von rund 120 g Luzernesamen pro Tag stammt und nicht aus Tabletten.

  • Ein traditionelles nordamerikanisches Nervenkraut (Scutellaria lateriflora), das bei Ängstlichkeit und Unruhe verwendet wird.

  • Ein angenehmer traditioneller Abendtee aus Lindenblüten (Tilia), in Europa und Lateinamerika seit Langem bei Anspannung und Unruhe verwendet.

  • Bekannt für ihre Wirkung auf Katzen, wird Katzenminze (Nepeta cataria) auch als mild beruhigender Tee für Menschen verkauft.

  • Ein bitteres Artemisia-Kraut mit langer Geschichte als Verdauungsmittel und, im Volksglauben, als Traumkraut.

  • Eine ayurvedische Wurzel (Nardostachys jatamansi), mit dem Baldrian verwandt und für Schlaf und Stress verwendet.

  • Eine ägyptische Seerose (Nymphaea caerulea), die als entspannender Tee oder zum Verdampfen verkauft wird, mit Behauptungen, die fast ausschließlich auf antiken Bilddarstellungen beruhen.

  • Ein europäisches Nervenkraut (Stachys officinalis), traditionell bei Spannungskopfschmerz und nervöser Unruhe verwendet.

  • In der chinesischen Medizin als "Rinde des gemeinsamen Glücks" bekannt und bei gedrückter Stimmung und gestörtem Schlaf verwendet.

  • Eine angenehme chinesische Teeblüte, die traditionell bei müden, geröteten oder trockenen Augen getrunken wird.

  • Geröstete Samen von Cassia obtusifolia, in der chinesischen Medizin als Tee bei Augenbelastung und Verstopfung aufgebrüht.

  • Eine Orchidee, die in der chinesischen Medizin als Yin-Tonikum bei Trockenheit verwendet wird, auch bei trockenen Augen.

  • Eine Wurzel, die in klassischen chinesischen Rezepturen gegen Stress und gedrückte Stimmung als Leitdroge dient.

  • Wird fast ausschließlich zusammen mit Magnolienrinde in einem geschützten Extrakt verkauft, der für Cortisol und Stress beworben wird.

  • Ein traditionelles europäisches Kraut gegen Herzklopfen und nervöse Anspannung.

  • Eine chinesische Wurzel, traditionell bei Gedächtnisproblemen und Unruhe verwendet.

  • Ein ayurvedisches Gehirntonikum, meist Convolvulus pluricaulis.

  • Der „Intellektbaum“ des Ayurveda, verkauft als Samenöl für das Gedächtnis.

  • Ein Stechpalmenblatt aus dem Amazonasgebiet, das als koffeinhaltiger Tee aufgebrüht wird.

  • Ein westafrikanischer Samen, der zur Steigerung der Wachheit gekaut wurde und früher Cola-Getränke aromatisierte.

  • Ein mediterraner Kräutertee, der auf Kognition und Neuroprotektion untersucht wurde.

  • Südamerikanische Rinde mit Lapachol und beta-Lapachon.

  • Ein mediterranes Lippenblütlergewächs mit langer Tradition in Husten- und Erkältungsmitteln.

  • Eine Wurzel aus den Rocky Mountains, die in indigenen nordamerikanischen und pflanzenheilkundlichen Traditionen bei Husten und Halsschmerzen verwendet wird.

  • Ein nordamerikanisches Kraut, das früher weit verbreitet bei Fieber und Grippe eingesetzt wurde.

  • Ein zentrales kühlendes Kraut der chinesischen Medizin bei Halsschmerzen und Fieber.

  • Eines der meistverwendeten Kräuter der chinesischen Medizin bei Erkältungen und Entzündungen und eines der am besten im Labor untersuchten.

  • Ein in China ausgesprochen beliebtes rezeptfreies Erkältungsmittel, das vor allem als Granulat verkauft wird.

  • Ein scharf riechendes Kraut, das in Ostasien als Gemüse gegessen und arzneilich verwendet wird und im Labor eine ausgeprägte antivirale und entzündungshemmende Bilanz hat.

  • Eine traditionelle ayurvedische Kräutermus-Zubereitung auf Basis von Amla, die täglich für allgemeine Vitalität und Abwehrkraft eingenommen wird.

  • Ein Lippenblütler, der in der chinesischen Medizin bei Schilddrüsenknoten und im Westen bei Herpes verwendet wird.

  • Eine Wurzel, die von indigenen Völkern im Westen Nordamerikas verwendet wird und als natürliches Virostatikum vermarktet wird.

  • Die Frucht des Glänzenden Ligusters (Nu Zhen Zi), ein chinesisches Tonikum, das meist mit Astragalus kombiniert wird.

  • Das Gewürz ist die industrielle Quelle der Shikimisäure, des Ausgangsstoffs für Oseltamivir, doch die Einnahme von Sternanis erzeugt in Ihrem Körper kein Virostatikum.

  • Meerrettichwurzel, meist mit Kapuzinerkresse kombiniert, ist in Deutschland ein zugelassenes pflanzliches Arzneimittel bei Atemwegs- und Harnwegsinfekten.

  • Ein rosmarinsäurereicher Blattextrakt, der bei saisonalen Allergien untersucht wurde.

  • Ein südafrikanisches Kraut (Krebsbusch), das für Immunsystem, HIV und Erschöpfung beworben wird.

  • Die ayurvedische Frucht, die vor allem als Bestandteil von Triphala bekannt ist und für Verdauung und Entschlackung eingenommen wird.

  • Eine ayurvedische Mischung aus schwarzem Pfeffer, langem Pfeffer und Ingwer, die als Verdauungsmittel und als Aufnahmeverstärker verwendet wird.

  • Pippali ist ein ayurvedisches Gewürz mit hohem Piperingehalt.

  • Ein Bitterkraut, dessen einzige halbwegs brauchbare Studie am Menschen bei Morbus Crohn und nicht bei Parasiten durchgeführt wurde.

  • Ein traditioneller Bestandteil von Parasitenkuren, meist kombiniert mit Wermut und Nelke.

  • Chinesischer Rhabarber enthält Anthrachinone, dieselbe Klasse stimulierender Abführmittel wie in Sennesblättern.

  • Eine chinesische Heilpflanze, deren Wirkstoff Berberin ist.

  • Bai Zhu gehört zu den am häufigsten verwendeten Pflanzen in chinesischen Verdauungsrezepturen, wird aber fast nie allein geprüft.

  • Ein weit verbreitetes Wildkraut, das als reizlinderndes Mittel bei Husten und für die Darmschleimhaut verwendet wird.

  • Chen Pi ist eine klassische chinesische Verdauungspflanze mit hohem Gehalt an Citrusflavonoiden.

  • Ein Küchengewürz mit einer Handvoll kleiner Stoffwechselstudien, überwiegend aus dem Iran.

  • Ein blähungslinderndes Gewürz, das bei Völlegefühl und Krämpfen eingesetzt wird.

  • Eine traditionelle chinesische Wurzel, die bei Angina pectoris und Durchblutungsstörungen eingesetzt wird.

  • Eine traditionelle chinesische Wurzel, die bei Kopfschmerzen und Durchblutungsstörungen eingesetzt wird.

  • Die Frucht von Panax ginseng, reicher an Ginsenosid Re als die Wurzel.

  • Das Lorbeerblatt aus der Küche, geprüft als Mittel für den Blutzucker.

  • Samenextrakt von Irvingia gabonensis, vermarktet auf Grundlage von Studien mit dramatischer Gewichtsabnahme.

  • Ein essbarer indischer Kaktus, traditionell genutzt, um auf langen Reisen den Hunger zu dämpfen.

  • Ein brasilianisches Kraut (Cordia ecalyculata), das zur Appetithemmung und gegen Wassereinlagerungen verkauft wird.

  • Ein westafrikanisches Gewürz (Aframomum melegueta), das braunes Fettgewebe aktiviert und in kleinen Studien am Menschen den Energieverbrauch leicht erhöht.

  • Ein verbreitetes Gartenunkraut mit langem volkstümlichem Ruf als Schlankheits- und Entwässerungskraut.

  • Mischungen aus Löwenzahn, Bärentraube, Wacholder und ähnlichen Kräutern, die zum Ausschwemmen von Wasser verkauft werden.

  • Eine ayurvedische Wurzel (Rubia cordifolia), traditionell als Blutreinigungsmittel bei Hautbeschwerden verwendet.

  • Ein ayurvedisches Kraut, berühmt für Haarwuchs und Leberunterstützung.

  • Die Pflanze, die dem Aspirin seinen Namen gab und Salicylat-Vorstufen enthält.

  • Extrakt aus der Ringelblumenblüte mit einer bescheidenen Evidenzbasis für die äußerliche Anwendung bei Wunden und Hautpflege.

  • Ein Ingwerverwandter, dessen Ruf für die Gelenke aus einer einzigen großen Studie stammt, in der er mit Ingwer kombiniert wurde.

  • Ein Triterpen-Extrakt, dessen einzige gut untersuchte Anwendung ein Gel zur Wundheilung bei der seltenen Hauterkrankung Epidermolysis bullosa ist.

  • Ein in Ostasien und Nordamerika traditionell für Sehnen und Gelenke verwendetes Rhizom.

  • Eine saponinreiche Wüstenwurzel, seit Langem gegen Arthritis verkauft.

  • Ein Baumharz aus dem Amazonasgebiet, reich an Beta-Caryophyllen, das gegen Entzündungen und für die Haut vermarktet wird.

  • Ein konzentrierter Gurkenextrakt, der bei Gelenkschmerzen verkauft wird.

  • Ein koffeinfreier südafrikanischer Tee mit hohem Aspalathin-Gehalt.

  • Ein traditionelles Blutungsmittel, hinter dem zwei kleine iranische randomisierte Studien stehen.

  • Eine traditionell krampflösende Rinde mit tatsächlicher Wirkung auf die glatte Muskulatur im Labor, aber praktisch ohne kontrollierte Daten am Menschen für Regelschmerzen.

  • Ein gebärmutterkrampflösendes Mittel, dessen gesamte Dokumentation am Menschen aus klinischen Berichten des 19.

  • Eine gerbstoffreiche Pflanze, die seit Langem bei starken Regelblutungen verwendet wird, deren einzige Studien am Menschen aber äußerliche Anwendungen bei Mundschleimhautgeschwüren und Wunden betreffen.

  • Ein klassisches ayurvedisches Gebärmutter-Tonikum mit jahrhundertelanger Anwendung und nahezu keinen kontrollierten Daten am Menschen.

  • Eine ayurvedische Rinde, die bei Regelbeschwerden und PCOS eingesetzt wird.

  • Ein malaysisches Frauentonikum mit einer Handvoll kleiner Studien, von denen keine einen Nutzen bei Wechseljahresbeschwerden belegt.

  • Ein Küchenkraut, das ein einziges Mal, als Tee, bei Frauen mit PCOS geprüft wurde.

  • Eine ayurvedische Wurzel, die für Libido und Vitalität verkauft wird.

  • Ein traditionelles chinesisches Samenmittel, dessen Cumarin Osthol im Labor gut charakterisiert und beim Menschen für die Erektionsfähigkeit ungeprüft ist.

  • Ein Yang-Tonikum, das für Libido und Ausdauer verkauft wird, ohne Studien am Menschen für das eine oder das andere.

  • Eine thailändische Wurzel mit ungewöhnlich starken Phytoöstrogenen.

  • Ein traditionelles Mittel zur Milchbildung ohne eine einzige eigene Studie.

  • Eine thailändische Knollenwurzel, traditionell für die männliche Sexualfunktion verwendet.

  • Eine südafrikanische Pflanze, die auf Grundlage von Rattenstudien als Testosteron-Booster verkauft wird.

  • Ein traditionelles harntreibendes Mittel für die Harnwege.

  • Ein Küchenkraut mit langer Geschichte als harntreibendes Mittel.

  • Der Grundpfeiler der Schwermetall-Detox-Protokolle.

  • Ein traditionelles Kraut für Lymphe und Harnwege.

  • Ein europäisches Kraut zur Durchspülung der Harnwege, für diese traditionelle Anwendung von den deutschen Zulassungsbehörden anerkannt.

  • Die seidigen Griffel des Mais, traditionell als mildes harntreibendes Mittel bei Blasenreizung verwendet.

  • Ein südafrikanisches Blatt, seit Langem bei Harnwegsbeschwerden verwendet.

  • Ein traditionelles Kraut bei Fieber, Wunden und Blutungen.

  • Eine bittere Wurzel, traditionell als mildes Abführmittel und als Tonikum bei Eisenmangel verwendet.

  • Ein Lippenblütler, der in Deutschland bei leichten Beschwerden einer Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt wird.

  • Eine ayurvedische Pflanze (Boerhavia diffusa), traditionell als harntreibendes Mittel und Nierentonikum verwendet.

  • Eine der drei Früchte in Triphala, beworben für Cholesterin und Atemwege.

  • Eine bittere Wurzel aus dem Himalaya, im Ayurveda für die Leber verwendet.

  • Eine traditionelle chinesische "Yin-Tonikum"-Wurzel, verwendet bei trockenem Husten und trockenem Hals.

  • Abendmischungen aus Baldrian, Kamille, Melisse, Passionsblume und Lavendel.

  • Eine klassische chinesische Mehrkräuterrezeptur (auch als Gui Pi Wan verkauft) gegen Schlaflosigkeit mit Grübeln und Erschöpfung.

  • Die klassische chinesische Abkochung gegen Schlaflosigkeit, aufgebaut um den Samen der Chinesischen Jujube.

  • Eine traditionelle chinesische Rezeptur gegen unruhigen Schlaf mit Herzklopfen und Ängstlichkeit.

  • Ganze Rinde des afrikanischen Baumes Pausinystalia yohimbe, verkauft als natürliche Alternative zum Arzneistoff Yohimbin.

  • Eine aromatische afrikanische Wurzel (weißer Ingwer), die traditionell als Aphrodisiakum und appetitanregendes Mittel verwendet wird.

  • Eine parasitisch lebende Wüstenpflanze, die in der chinesischen Medizin als Yang-Tonikum für Ausdauer und Sexualfunktion verwendet wird.

  • Eine nordamerikanische Wurzel, die traditionell zur Geburtseinleitung und gegen Menstruationskrämpfe verwendet wird.

  • Eine langsam wachsende, inzwischen bedrohte amerikanische Waldwurzel, die in der westlichen Pflanzenheilkunde bei unregelmäßigem Zyklus und bei Kinderwunsch eingesetzt wird.

  • Eine klassische chinesische Acht-Kräuter-Rezeptur, die das Qi-Tonikum Si Jun Zi Tang mit dem Bluttonikum Si Wu Tang verbindet und bei Erschöpfung sowie bei Schwäche nach Geburt oder Krankheit eingesetzt wird.

  • Das Vier-Kräuter-Bluttonikum, das den meisten chinesischen gynäkologischen Rezepturen zugrunde liegt und bei unregelmäßiger oder schmerzhafter Regelblutung eingesetzt wird.

  • Schlankheitstees auf Basis von Senna und anderen anregenden Abführmitteln, verkauft als Entgiftung.

  • Das Blatt von Nelumbo nucifera, in der chinesischen Medizin verwendet und wegen seiner Quercetinglykoside als Schlankheitstee verkauft.

  • Halbfermentierter Tee, dessen Catechine und Koffein in kleinen Stoffwechseluntersuchungen die Fettverbrennung leicht steigern.

  • Mikrobiell fermentierter Tee, der in China für Gewicht und Cholesterin beliebt ist.

  • Ein traditionelles chinesisches Rhizom, das bei Kopfschmerzen und Schwindel verwendet wird und dessen Hauptinhaltsstoff Gastrodin bei Migräne geprüft wurde.

  • Eine chinesische Heilpflanze, die traditionell bei Zittern, Krämpfen und Bluthochdruck verwendet wird und im Westen vor allem als Bestandteil der Kampo-Rezeptur Yokukansan bekannt ist.

  • Eine traditionelle Heilpflanze, deren Alkaloid Lobelin dem Nikotin ähnelt und die lange für den Rauchstopp beworben wurde.

  • Ein aromatisches Küchenkraut, das überwiegend als Duft und nicht als Nahrungsergänzungsmittel untersucht wurde.

  • Eine klassische chinesische Rezeptur, die bei stressbedingten Beschwerden verordnet wird.

  • Antimikrobiell ausgerichtete Mehrkräutermischungen, meist Berberin plus Oregano- oder Thymianöl.

  • Eine ayurvedische Frucht, traditionell bei Durchfall und Ruhr verwendet.

  • Die Rinde von Holarrhena antidysenterica, im Ayurveda bei Ruhr und Darmparasiten verwendet.

  • Ein blähungslinderndes indisches Gewürz, verwendet bei Blähungen und Verdauungsbeschwerden.

  • Ein scharf riechendes Harz, das als Verdauungsgewürz verwendet wird.

  • Ein süßlicher, blähungslindernder Samen.

  • Ein äußerst bitteres Himalaya-Kraut, im Ayurveda für die Verdauung und bei Fieber verwendet.

  • Der Samen der Mimose, verkauft in Produkten zur „Darmreinigung“ und in Parasitenprotokollen, weil sein Schleimstoff ein klebriges Gel bildet.

  • Das Rhizom des Nussgrases, im Ayurveda und in der chinesischen Medizin bei Blähungen und Durchfall verwendet.

  • Ein klassisches ayurvedisches Mehrkräuterpulver gegen Übersäuerung und Reflux.

  • Eine traditionelle Zubereitung aus Fenchel, Ingwer und Natron für Säuglinge mit Dreimonatskoliken.

  • Die Blüte von Sambucus nigra, traditionell als schweißtreibendes Mittel bei Fieber und Erkältungen verwendet.

  • Das Blatt von Eriobotrya japonica, fester Bestandteil chinesischer und japanischer Hustensäfte wie Pipa Gao.

  • Ein ayurvedisches Kraut gegen Husten und Bronchitis, dessen Alkaloid Vasicin Vorbild für die schleimlösenden Arzneistoffe Bromhexin und Ambroxol war.

  • Eine klassische chinesische Rezeptur auf Basis von Geißblatt und Forsythie, eingenommen bei den ersten Anzeichen einer Erkältung.

  • Eine chinesische Drei-Kräuter-Rezeptur (Astragalus, Atractylodes, Siler), die die Häufigkeit von Infekten senken soll.

  • Ein klassisches ayurvedisches Pulver aus Kandiszucker, Bambussilikat, langem Pfeffer, Kardamom und Zimt gegen Husten und verstopfte Atemwege.

  • Mehrkräuter-Kapseln und -Tinkturen, die für die Infektsaison beworben werden, meist mit Echinacea, Holunderbeere, Andrographis, Olivenblatt und Knoblauch.

  • Die am wenigsten verarbeitete Form von Camellia sinensis, beworben als der antioxidantienreichste Tee.

  • Mehrkräuter-Protokolle auf Basis von Japanischem Staudenknöterich, Katzenkralle, Cryptolepis und Andrographis, die bei anhaltenden Borreliose-Beschwerden verkauft werden.

  • Eine klassische ayurvedische Mehrkräuter-Tablette (Rinde von Bauhinia variegata plus Guggul-Harz), die bei Schilddrüsenknoten und Lymphschwellungen verkauft wird.

  • Eine Sechs-Kräuter-Rezeptur aus China, seit Jahrhunderten als Nieren-Yin-Tonikum verwendet.

  • Das Rhizom des Salomonssiegels, ein chinesisches Tonikum bei Erschöpfung und Trockenheit, reich an Polysacchariden und Steroidsaponinen.

  • Knoblauch, der langsam unter Wärme gereift ist, bis er dunkel und süß wird, verkauft für Cholesterin und antioxidative Wirkungen.

  • Das Blatt von Ficus carica, in der mediterranen Volksmedizin traditionell als Absud bei Diabetes getrunken.

  • Guavenblatt-Tee, in Japan als Lebensmittel für spezielle Gesundheitszwecke für den Blutzucker nach dem Essen zugelassen.

  • Frucht- und Samenpulver von Syzygium cumini, eines der bekanntesten ayurvedischen Mittel bei Diabetes.

  • Ein klassischer ayurvedischer Absud aus zehn Wurzeln, traditionell bei Schmerzen, Entzündungen und Vata-Störungen verwendet.

  • Ein Farnrhizom, das in der chinesischen Medizin bei Knochenbrüchen und Knochenschwund verwendet wird.

  • Eine Wurzel, die in chinesischen Rezepturen für Knie und unteren Rücken verwendet wird, fast immer als ein Bestandteil einer Verordnung aus mehreren Kräutern.

  • Standardisiert auf 6-MSITC, ein Isothiocyanat aus dem Rhizom des echten Wasabi.

  • Guaco-Sirup ist eines der beliebtesten Hustenmittel Brasiliens und wird sogar vom öffentlichen Gesundheitssystem abgegeben, doch keine einzige kontrollierte Studie hat geprüft, ob er wirkt.

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Ziele, für die diese Präparate eingestuft sind

Unser Fazit

Bei Heilpflanzen gehört die Evidenz zum geprüften Extrakt in der geprüften Dosis, nicht zur Pflanze: Eine beliebige Kapsel oder ein Tee aus derselben Pflanze erbt sie nicht. Pflanzlich heißt auch nicht harmlos. Johanniskraut schwächt die Wirkung der Antibabypille und vieler anderer Arzneimittel ab, und pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel verursachen einen echten Anteil der arzneimittelbedingten Leberschäden. Lesen Sie daher den Sicherheitsabschnitt jeder Seite und sagen Sie Ihrem Arzt, was Sie einnehmen.