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Begrenzte EvidenzLanglebigkeit & Antioxidantien

Tetrahydrocurcumin

Ein farbloser Metabolit des Curcumins, der im Darm entsteht und als angeblich besser bioverfügbare und stärker antioxidative Alternative verkauft wird. Die Datenlage am Menschen besteht aus einer einzigen winzigen Pilotstudie.

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Was die Wissenschaft sagt

  • Depression als Zusatzbehandlung Begrenzte Evidenz

    Eine randomisierte, unverblindete Pilotstudie mit 19 Patientinnen und Patienten mit einer Major Depression verglich Escitalopram allein mit Escitalopram plus 200 mg Tetrahydrocurcumin pro Tag. Bei 19 Teilnehmenden und ohne Verblindung der Behandlung ist das ein vorläufiges Signal und kein Ergebnis.

  • Stoffwechsel- und antioxidative Wirkungen Begrenzte Evidenz

    Übersichtsarbeiten zu Curcumin-Metaboliten beschreiben Wirkungen auf die Regulation von Glukose und Blutfetten sowie eine im Labortest stärkere antioxidative Aktivität als bei Curcumin selbst. Praktisch alle diese Arbeiten stammen aus Zell- und Nagetierversuchen.

  • Vorteil bei der Bioverfügbarkeit Begrenzte Evidenz

    Die Behauptung, dass Tetrahydrocurcumin als Nahrungsergänzungsmittel eine bessere Aufnahme erreicht als Curcumin, ist in keiner direkten pharmakokinetischen Vergleichsstudie am Menschen belegt worden. Die meisten veröffentlichten Bioverfügbarkeitsvergleiche betreffen formulierte Curcumin-Produkte, nicht Tetrahydrocurcumin.

Dosierung & Sicherheit

Untersuchte DosisKeine etablierte Dosis. In der einzigen klinischen Studie wurden 200 mg pro Tag eingesetzt; handelsübliche Produkte liefern als Etikettdosis meist 250–500 mg pro Tag, ohne dass dies durch Studien gestützt wäre.
SicherheitÜber die sehr kleine Studie hinaus, in der keine schwerwiegenden Ereignisse berichtet wurden, gibt es kaum Sicherheitsdaten am Menschen. In Analogie zu Curcumin ist mit Magen-Darm-Beschwerden zu rechnen; zudem hemmen Curcuminoide die Thrombozytenaggregation und mehrere CYP-Enzyme, weshalb bei Gerinnungshemmern und bei Arzneimitteln mit enger therapeutischer Breite Vorsicht geboten ist. Kurkuma- und Curcumin-Produkte wurden mit seltenen Fällen von Leberschädigung in Verbindung gebracht. In der Schwangerschaft und bei Gallengangsverschluss zu meiden.

Einnahme

ZeitpunktNach der vorliegenden Evidenz spielt der Einnahmezeitpunkt keine Rolle.
Mit Essen?Zu einer fetthaltigen Mahlzeit, wie bei allen Curcuminoiden.
Gut zu wissenAnders als Curcumin ist Tetrahydrocurcumin bereits der Hauptmetabolit; zugesetztes Piperin bringt daher deutlich weniger, als die Werbung nahelegt.

Wechselwirkungen

Mit Medikamenten

  • Phenprocoumon, Warfarin und andere Gerinnungshemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer

    Curcuminoide hemmen die Thrombozytenaggregation und erhöhen das Blutungsrisiko. vermeiden Sie die Kombination und setzen Sie das Präparat vor Operationen ab

  • Tacrolimus und anderen Arzneimitteln mit enger therapeutischer Breite

    Curcuminoide hemmen mehrere CYP-Enzyme und können die Blutspiegel von Arzneimitteln erhöhen. nicht ohne ärztliche Aufsicht kombinieren

Mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln

  • Eisenpräparaten

    Curcuminoide binden Eisen und wurden bei längerer hoher Zufuhr mit einem verschlechterten Eisenstatus in Verbindung gebracht. halten Sie mindestens 2 Stunden Abstand

Nur gut belegte Wechselwirkungen; dies ist keine vollständige Liste. Informieren Sie Ihren Arzt und Apotheker immer darüber, was Sie einnehmen.

Häufige Fragen

Ist Tetrahydrocurcumin besser als Curcumin?

Das ist nicht belegt: Keine direkte pharmakokinetische Vergleichsstudie am Menschen zeigt, dass Tetrahydrocurcumin besser aufgenommen wird als Curcumin (begrenzte Evidenz). Die stärkere antioxidative Wirkung stammt aus Labortests.

Hilft Tetrahydrocurcumin bei Depression?

Es gibt nur ein vorläufiges Signal: Eine unverblindete Pilotstudie mit 19 Patienten verglich Escitalopram allein mit Escitalopram plus 200 mg Tetrahydrocurcumin pro Tag (begrenzte Evidenz). Das ist kein belastbares Ergebnis.

Wie viel Tetrahydrocurcumin pro Tag?

Eine Dosis ist nicht etabliert; die einzige klinische Studie verwendete 200 mg Tetrahydrocurcumin pro Tag, Produkte liefern meist 250–500 mg. Nehmen Sie es zu einer fetthaltigen Mahlzeit; zugesetztes Piperin bringt hier deutlich weniger, als die Werbung nahelegt.

Kann man Tetrahydrocurcumin mit Blutverdünnern nehmen?

Davon wird abgeraten: Curcuminoide wie Tetrahydrocurcumin hemmen die Thrombozytenaggregation und mehrere CYP-Enzyme und erhöhen das Blutungsrisiko mit Gerinnungshemmern. Setzen Sie es vor Operationen ab und halten Sie 2 Stunden Abstand zu Eisen.

Wissenschaftliche Quellen

Wo kaufen

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